Wasserwacht Gaimersheim übt auch unter Eis
Zusammen mit den Wasserwachten Ingolstadt und Schrobenhausen trainierten Hans und Sabine Wärmann von der Wasserwacht Gaimersheim als Einsatztaucher und Signalleinenführerin das Tauchen unter Eis.
Taucheinsätze unter Eis sind mit besonderen Risiken verbunden, deshalb dürfen solche Einsätze nur mit besonders qualifiziertem Personal und besonderer Ausrüstung durchgeführt werden. Der Taucher wird unter dem Eis vom Signalleinenführer mit einer besonderen Taucherkommunikationsleine gesichert bzw. geführt, die über ein Unterwasser-Headset für den Taucher oder die Taucherin und einem Überwasser-Headset für die Signalperson eine ständige bidirektionale Sprechverbindung sicherstellt. Die Wasserwacht Ingolstadt hat einen Teil der notwendigen Ausrüstung erst vor kurzem erneuert und neue Taucherkommunikationsleinen und neue verbesserte Taucherkommunikationseinheiten beschafft.
Die neue Ausrüstung ermöglicht auch eine Sprechverbindung von bis zu zwei TaucherInnen mit einer Signalperson über Wasser. Die Oberflächeneinheiten bilden dabei eine Konferenzschaltung, so dass die Tauchenden bei komplexeren Aufgaben unter Wasser auch direkt miteinander kommunizieren können.
Um im Umgang mit dem neuen Equipment Erfahrung zu sammeln, übten Taucher und Signalleinenführende im Ingolstädter Auwaldsee die Suche unter dem Eis. Das bei Wasserrettungseinsätzen auf einem speziellen Geräteanhänger stets mitgeführte Flachwasserboot wurde dabei als gesicherte Plattform auf dem Eis genutzt.
Als zusätzliche Sicherungsmaßnahme ist bei allen Tauchgängen der Wasserwacht ein weiterer Sicherheitstaucher einsatzbereit an der Tauchstelle zu stellen. Auch dessen Einsatz zur Rettung eines verunglückten Tauchers wurde trainiert.
Im Anschluss an die vormittags durchgeführte Eistauchübung wurde die Übungsstelle dann am Nachmittag von insgesamt 25 Akteuren der Wasserwachten Ingolstadt, Gaimersheim, Großmehring und Altmannstein genutzt, um die Rettung einer in das Eis eingebrochenen Person zu üben.
Die Einsatzkräfte konnten so den Umgang mit dem aufblasbaren Eisrettungsschlitten und mit einem Rescue-Sled üben und auch die Übergabe des geretteten Patienten an den Landrettungsdienst trainieren.




